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Medien Eintrag  141 - 160


31.08.2017   Volbeat: 10'000 feierten eine grosse Rockparty in der Arena...


Volbeat: 10'000 feierten eine grosse Rockparty in der Arena

31.08.2017

Vier Rockbands und rund 10'000 Musikfans sorgten am Mittwoch dafür, dass im Thuner Fussballstadion harte Sounds regierten. Eindrücke vom grössten Konzertevent in der Stockhorn-Arena seit dem Gölä-Gig vor sechs Jahren.

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Am Mittwoch strömten rund 10'000 Musikfans in die
Stockhorn-Arena und feierten eine mehrstündige, deftige Rockparty.


Es ist die Ruhe vor dem Rock-’n’-Roll-Sturm, am Mittwochvormittag in der Stockhorn-Arena. Wobei Ruhe natürlich relativ ist, wenn es um Rockmusik geht: Bereits schallen erste giftige Gitarrenakkorde durch das Stadion.

Vom Kunstrasen ist kaum noch etwas zu sehen, das 7,32 Meter breite, 2,44 Meter hohe Fussballtor vor dem Thuner Fansektor ist massiv «angeschwollen» – beziehungsweise durch eine 37 Meter breite und 15 Meter hohe Bühne ersetzt worden. Noch montieren fleissige Helfer die letzten Zäune, verlegen die letzten Kabel, installieren das Setup der Vorgruppen.

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Das Stadion war nicht ausverkauft.
15'000 bis 18'000 Personen hätten Platz gehabt.


Einer ist dabei die Ruhe selbst: * , Produktionsleiter für die Veranstalterin Good News Productions AG. Ist er tatsächlich so entspannt, wie er nach aussen wirkt? «Ja», sagt * grinsend. Obwohl ein solcher Event nie «Business as usual» sei – «jedes Konzert ist individuell und aufs Neue eine Herausforderung».

Die stressigste Zeit sei jeweils, wenn die Hauptband ankomme und die Lokalität noch nicht kenne. Dann würden tausend Fragen gestellt. Bei Volbeat war das aber bereits am Dienstag der Fall: Die dänische Erfolgsband traf am Mittag aus Mönchengladbach in Thun ein – danach wurden die Licht- und Tonanlagen und das Bühnenset aufgebaut. «Um 20 Uhr war alles bereit», blickt * zurück.

Apropos «bereit»: Es ist mittlerweile 16 Uhr, die ersten Hundertschaften strömen in die Arena, fachsimpeln über fesche Rockmusik, führen ebensolche Tattoos spazieren. Hoch im Kurs sind zudem schwarze Band-T-Shirts, von ABBA bis ZZ Top (okay, eher Letzteres als Ersteres...).

Die Stimmung ist fröhlich, friedlich, gemütlich. «So ein herziges Stadion!», meint einer, der offensichtlich zum ersten Mal die Stockhorn-Arena be­sucht. * wirkt derweil weiter tiefenentspannt. «Ich bin dauernd unterwegs, habe gar keine Zeit für Anspannung», sagt er. Und erzählt: «Die Zusammenarbeit mit Volbeat und dem Tourpersonal klappt sehr gut.» Selbstverständlich sei das nicht. Aber wichtig. Denn: «Das Ticket, das der Fan kauft, ist ein Versprechen.» Und dieses soll auch eingelöst werden – von Veranstaltern und Bands.

Die erste Band, die ihr Versprechen einlöst, ist Amorphis. Mit den finnischen Schwermetallern und ihrem grollenden Gesang zieht um 17 Uhr ein erstes Donnerwetter in Thun-Süd auf. Vom englischen «amorphous» leitet sich der Bandname ab – dafür, dass dies so viel wie «formlos, ohne feste Gestalt» heisst, sind die Finnen ziemlich laut.

Ziemlich heftig. Ziemlich präsent. Die Reihen vor der Bühne füllen sich mehr und mehr. Und dann ist es Zeit für Frühstück: «It’s 5.45 – breakfast!», verkündet Dave King, Sänger der irisch-amerikanischen Folk-Punker Flogging Molly, und gönnt sich einen Schluck aus der Flasche, in der sich höchstwahrscheinlich eher keine Milch befindet.

Die «peitschende Molly» ist deftig, punkig, herzblutig – hat aber bei allem Peitschen auch Sinn für Zwischentöne: Fiddle, Banjo, Akkordeon oder Tin Whistle sorgen für ein erstes zünftiges Stimmungshoch im Sturmzentrum. Nach dem Frühstück mit Flogging Molly legen die Beatsteaks noch ein saftiges Stück Fleisch auf den Grill, dass es nur so zischt und brutzelt. Die Berliner Punkrocker heizen der wogenden und vereinzelt pogenden Menge gehörig ein – und holen sich Sympathiepunkte mit dem FC-Thun-Shirt des Gitarristen. Jawohl: Thun rockt und rollt!

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Beatsteaks brachte die Stimmung zum Kochen.


Volume + Beat = Volbeat! Man muss nicht Mathematiker sein, um zu verstehen: Diese Gleichung geht auf. Tausende Arme werden in die Höhe gereckt, als die Hauptband des Abends mit einer Wucht loslegt, wie sie dieses Stadion noch selten erlebt hat. Das wäre dann nach Frühstück und (Beat-)Steak sozusagen Hauptgericht und Dessert in einem. Produktionschef * seinerseits spricht von einem Puzzle, bei dem sich Stück für Stück alle Teile zusammenfügen.

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Omnipräsenter Volbeat-Frontmann: Michael Poulsen.


Und: «Es ist ein schönes Gefühl, wenn alles aufgeht, sich die Leute freuen.» Und wie sie sich freuen. Das letzte Puzzleteil passt. Der Himmel begnügt sich mit einigen Regentropfen – dafür braust jetzt der Rock-’n’-Roll-Sturm endgültig in voller Orkanstärke über die Stockhorn-Arena herein. Die Musikfans ­lassen sich noch so gerne mit­reissen.


* Aus Sicherheitsgründen durch die Eagle Security GmbH entfernt


Quelle: thunertagblatt.ch, 31.08.2017

28.08.2017   Baustellen bei Berntor und Lauitor führen zu weiterem Einbahnregime...


Baustellen bei Berntor und Lauitor führen zu weiterem Einbahnregime

28.08.2017

THUN - Für Thun ist es ein Jahrhundertprojekt: Der Bypass und die Begleitmassnahmen verändern die Verkehrssituation massiv. Klar ist: Auf die Bevölkerung kommt einiges zu. Wir beantworten die 10 wichtigsten Fragen.

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Noch laufen die Arbeiten am Bypass Nord.
Danach wird an Berntorplatz, Lauitorstutz und zwei Aarebrücken gearbeitet.


1. Warum braucht es die Anpassungen in der Innenstadt?

Im November wird der Bypass Thun-Nord eröffnet. Damit die Stadtumfahrung aber ihren vollen Nutzen entfaltet, setzen Stadt und Kanton auch in der Innenstadt Massnahmen um. Thuns Bauvorsteher * (CVP) spricht an der gestrigen Medienkonferenz davon, dass man im bisherigen Rezeptbuch auf der letzten Seite angelangt sei. «Es braucht nun diesen Befreiungsschlag.» Mit dem Bypass und den Zusatzmassnahmen in der Innenstadt könne das kommende Verkehrswachstum bewältigt werden. * , Kreisoberingenieur des Kantons, weist darauf hin, dass der Bypass Thun-Nord und seine Begleitmassnahmen letztlich eine Folge der vor Jahren durchgeführten Gesamtverkehrsstudie darstellen. An den Arbeiten zu dieser Studie und zum Agglomerationsprogramm Verkehr hatten sich nebst Stadt und Kanton diverse weitere Gemeinden und Interessengruppen, wie zum Beispiel Quartierleiste, beteiligt.


2. Wo überall gilt künftig Einbahn?

Der Begriff geistert noch immer in Thun herum – aber einen «Einbahnring» rund um die Innenstadt wird es nicht geben. Dauerhafte Einbahnregimes gelten zwischen Bälliz und Guisanplatz sowie im Abschnitt Sinnebrücke–Lauitor – allerdings nicht für Busse und Velos. 2018 und 2019 kommt die Einbahnstrecke Lauitor–Berntor hinzu (siehe Grafik rechts). Zum definitiven Einbahnregime sagt Kreisoberingenieur * : «Dank dem Bypass wird es funktionieren.»


3. Was passiert am Berntorplatz?

Dieser Knoten wird komplett umgebaut – denn: «Den Mehrverkehr vom Lauitor her könnte der Kreisel nicht mehr aufnehmen», sagt * , Projektleiter Berntorplatz beim Oberingenieurkreis 1 des Kantons. Die Zufahrt von der Bernstrasse her wird zweispurig bleiben – links spurt aber nur ein, wer Richtung Spital/Steffisburg weiterfahren will (siehe Grafik unten). So ergibt sich laut Wüthrich eine Entlastung für die Verkehrsteilnehmer vom Lauitor her. Am Berntorplatz müssen Energie Thun AG und Tiefbauamt zuerst die zum Teil 80-jährigen Werkleitungen sanieren oder ersetzen.


4. Was passiert am Lauitorstutz?

Hier soll der Bau eines Radstreifens bergaufwärts und eines Trottoirs die Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer verbessern. «Das ergibt eine Klärung der ­Situation», sagt Stadtingenieur * . Heute bremsen die Velofahrer im steilen Stück den Verkehr, zudem komme es zu ­gefährlichen Situationen. Im gleichen Projekt wird der sanierungsbedürftige Kanal des Chratzbaches unter der Strasse instand gestellt.


So sieht der neue Berntorkreisel aus:

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5. Wie werden die Verkehrsräume Guisanplatz-Berntorplatz und Maulbeerplatz-Lauitor gestaltet?

Auf den beiden aarequerenden Achsen – Allmendbrücke und Sinnebrücke – gilt künftig wie erwähnt Einbahnverkehr, ausser für den ÖV und für Velos. Die Stadt plant eine «fussgängerfreundliche Umgestaltung und Aufwertung». Laut * ist im Bereich Maulbeerplatz bis Bälliz wie auf der anderen Bällizseite das Aufmalen einer blauen Welle vorgesehen – diese funktioniere gut. In Richtung Bahnhof gibt es in diesem Bereich künftig nur noch eine statt zwei Fahrspuren – eben jene für Bus und Velo.


6. Wie sieht der Zeitplan aus?

Der Berntorplatz wird 2018 und 2019 in zwei je fünfmonatigen Bauphasen von Mitte April bis Mitte September erneuert und umgestaltet. In derselben Zeit erfolgt die Umgestaltung am Lauitorstutz. Die Umgestaltung der aarequerenden Achsen Allmendbrücke und Sinnebrücke wird vom Tiefbauamt der Stadt Thun voraussichtlich 2020 und 2021 jeweils zwischen Frühling und Herbst vorgenommen. Die Reihenfolge und der Bauvorgang stehen jedoch noch nicht fest. «Die Auswirkungen auf den Verkehr werden aber geringer ausfallen als 2018/2019, da die Burgstrasse normal in beiden Richtungen befahrbar ist», heisst es in der Medienmitteilung von Stadt und Kanton. Die Einbahnregimes zwischen Bälliz und Guisanplatz sowie im Abschnitt Sinnebrücke–Lauitor gelten ab April 2018.


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«Rein baulich würde einer Rückkehr zur heutigen Situation nichts im Weg stehen.»
Stadtingenieur * zum Einbahnregime Freienhofgasse

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7. Welches sind die grössten Herausforderungen?

«Das Bauen im engen innerstädtischen Bereich und auf stark belasteten Achsen und Knoten», sagt Stadtingenieur Maurer. Auch veraltete Leitungen und Schächte werden erneuert. Die Arbeiten müssten aufeinander abgestimmt sein. Wo dies sinnvoll sei, werde in Intensivbauweise gearbeitet. Die Behinderungen für den ÖV sollen so gering wie möglich gehalten werden.


8. Wie wollen die Planer den Verkehrskollaps während der Bauzeit verhindern?

«Beim Berntorplatz ist es nicht möglich, den ganzen Knoten zu sperren», ist sich Projektleiter René Wüthrich bewusst. In der Hauptrichtung vom Lauitor her Richtung Bern werde der Platz einspurig befahrbar sein. Der Verkehr in der Gegenrichtung wird durch die Innenstadt geführt. Wüthrich weiter: «Wir wollen den ÖV attraktiv behalten.» So seien praktisch keine Umleitungen für Busse geplant – und für Fahrräder gilt «möglichst freie Fahrt». Der Verkehr von Steffisburg her Richtung Gunten fliesst über den Bypass. Signalisationen sind auch auf der A 6 vorgesehen – die Innenstadt soll via Thun-Süd statt Thun-Nord angefahren werden. «Es wird trotzdem Verkehrsbehinderungen geben», sagt René Wüthrich. An neuralgischen Stellen wird in Spitzenzeiten der Verkehrsdienst eingesetzt. Helfen soll zudem in Sachen Einkaufsverkehr das neue Parkleitsystem.


9. Was ist anders als bei der temporären Einbahnphase im Sommer 2017?

Im Gegensatz zur Einbahnphase während des Umbaus des Guisankreisels steht bei den nächsten Schritten der Bypass Thun-Nord bereits zur Verfügung. «Verkehrsteilnehmende, die heute die Innenstadt von Norden nach Süden über die Achse Grabengut–Kuhbrücke queren müssen, werden künftig den Bypass als neue Route benutzen», schreiben Stadt und Kanton. In den Bauphasen werde sich zudem der Wegfall des Verkehrs vom Berntorplatz Richtung Lauitor positiv auf den Verkehrsfluss am Lauitor auswirken. Die Erfahrungen aus der Einbahnphase 2017 seien eingeflossen: So werde die provisorische Lichtsignalanlage am Lauitor nicht benötigt.


10. Wie informieren Kanton und Stadt die Bevölkerung?

Stadt und Kanton kommunizierten nicht nur gestern gemeinsam – sie wollen dies auch künftig tun. Vorgesehen sind etwa ein Newsletter, Anwohnerinformationen, ein gemeinsames Auskunfts- und Beschwerdetelefon. Zudem kann sich die Bevölkerung laufend auf einer eigens eingerichteten Website informieren (siehe Link unten).





«Einbahnregime ist nicht in Stein gemeisselt»

Stadtingenieur * und Kreisoberingenieur * nehmen Stellung zu Kritik rund um die anstehenden Baustellensituationen. Der totale Verkehrskollaps werde ausbleiben, und das Einbahnregime sei nicht in Stein gemeisselt.

Der Einbahnverkehr, der während der Sommerferien auf zwei Teilstrecken in der Innenstadt galt, wird 2018 dauerhaft eingeführt. Im Sommer gab es teilweise lange Staus. Werden solche Behinderungen also künftig Alltag sein?
* : Das lässt sich nicht 1:1 miteinander vergleichen. Im Sommer machte die Baustelle beim Guisankreisel das Einbahnregime nötig. Ausserdem war und ist ja der Bypass Thun-Nord noch nicht in Betrieb. Nach seiner Inbetriebnahme im November 2017 wird sich die Verkehrssituation anders präsentieren. Dank des Einbahnregimes in den letzten Wochen konnten wir bereits Rückschlüsse ziehen auf das Verhalten der verschiedenen Verkehrsteilnehmer in und rund um die Innenstadt. Diese Erkenntnisse werden uns nach der Einführung des Bypasses helfen.

Welche Erkenntnisse haben Sie denn gewonnen? Und welche Auswirkungen haben diese auf den geplanten Einbahnverkehr?
Wir sind überzeugt, dass sich die von uns geplante blaue Welle zwischen Maulbeerkreisel und Lauitor sehr positiv auf den Verkehrsfluss in der Freienhofgasse auswirken wird – also ähnlich, wie dies in der Marktgasse der Fall ist. Es hat sich gezeigt, dass die Fussgängerstreifen in der Freienhofgasse den Verkehrsfluss stark bremsen. Was wir eingehender werden prüfen müssen, ist der Umgang mit den Bussen, die dort auch künftig in beide Richtungen verkehren werden. Konkret werden wir uns fragen müssen, ob es mit dem neuen Einbahnregime Sinn macht, auf diesem Abschnitt in beide Richtungen zwei Haltestellen aufrechtzuerhalten.

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass die grössten Staus – insbesondere vom rechten Seeufer her – mit dem Ende des temporären Einbahnregimes wieder verschwanden. Ist es also denkbar, dass das definitive Einbahnregime wieder aufgehoben wird, wenn sich zeigen sollte, dass der totale Verkehrskollaps droht?
Fakt ist, dass die Freienhofgasse auch ab 2018 von den Platzverhältnissen her weiterhin im Gegenverkehr befahren werden könnte. Der Bus und die Blaulichtorganisationen werden dies ja auch künftig tun. Somit es ist letztlich eine Frage der Signalisation. Rein baulich würde einer Rückkehr zur heutigen Situation nichts im Weg stehen. Das Einbahnregime ist also nicht in Stein gemeisselt.

Das Lauitor ist schon heute ein Nadelöhr par excellence. 2018 und 2019 wird zusätzlich während je eines halben Jahres Einbahn in Richtung Berntorkreisel gelten. Wie will der Kanton verhindern, dass sich die Staubilder des vergangenen Sommers wiederholen?
* : Im Gegensatz zur Bauphase in diesem Sommer, als das Einbahnregime tatsächlich nicht so gut funktioniert hat, wird 2018 und 2019 die Ausgangslage eine komplett andere sein. Zum einen wird der Bypass Thun-Nord schon zur Verfügung stehen, zum anderen wird – gerade wegen dieses Einbahnregimes – der Verkehr in Richtung rechtes Seeufer eben nicht auf der Burgstrasse, sondern via Aarestrasse abgewickelt werden.

Der Bypass Thun-Nord soll bekanntlich die Thuner Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten. Den Anwohnern des rechten Seeufers bringt dies jedoch wenig, da sie ohnehin den Lauitorkreisel passieren müssen.
Die Verkehrsteilnehmer, die vom rechten Seeufer her unterwegs sind, kommen heutzutage in den Spitzenstunden deshalb nur mit Staus vorwärts, weil beim Lauitor-, beim Berntor- und beim Stuckikreisel in Steffisburg viele andere Verkehrsteilnehmer ihre Fahrtrichtung queren. Hier wird der Bypass Thun-Nord künftig die grosse Veränderung bringen. Beim Stuckikreisel etwa wird die heutige Stausituation nicht mehr existieren, weder in die eine noch in die andere Richtung. Dasselbe gilt für die Verkehrsknoten in der Innenstadt: Steffisburger und Heimberger werden sich zum Beispiel für den Weg nach Thun-Süd nicht mehr durch die Innenstadt zwängen müssen, sondern können den Bypass benützen. All dies wird den Verkehr ab Lauitor verflüssigen und damit helfen, Rückstaus nach Hünibach zu verhindern.

Dennoch: Die Idee eines Hübelitunnels vom rechten Seeufer in Richtung Steffisburg hält sich hartnäckig. Wäre nicht dies die effizienteste Lösung gewesen?
Letztlich ist es eine Frage der Zielsetzung. In der Gesamtverkehrsstudie, im Agglomerationsprogramm, aber auch im regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept – an denen auch die Gemeinden des rechten Seeufers intensiv mitgewirkt haben – wurde vereinbart, dass die Innenstadt vom Verkehr entlastet wird. Daraus ist als Lösung der Bypass Thun-Nord resultiert. Dennoch hatte der Kanton das Ziel damals erweitert und auch die Entlastung der Bernstrasse angestrebt. Insofern ist ein Hübelitunnel im Moment obsolet. Zudem: Verkehrszählungen haben gezeigt, dass ein solcher Tunnel von weniger als einem Drittel der Verkehrsteilnehmer vom und zum rechten Seeufer benützt würde. Der Bypass Thun Nord bringt der Agglomeration ein deutlich besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis.


* Aus Sicherheitsgründen durch die Eagle Security GmbH entfernt


Quelle: thunertagblatt.ch, 28.08.2017

27.08.2017   Im Rittersaal brennen die Beine...


Im Rittersaal brennen die Beine

27.08.2017

THUN - Mit einer neuen Kategorie warb das OK des Thuner Stadtlaufes für die 24. Austragung: einem Sprint auf den Schlossberg über 238 Treppenstufen mit dem Rittersaal als Ziel.

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Am neuen Schlossberg-Sprint starteten 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die Schnellsten benötigten für die 238 Treppenstufen eine gute Minute.


Zehn Minuten bis zum Start des Schlossberg-Sprints, * hastet über den Rathausplatz in Richtung Schlosstreppe. «Ich hoffe, ich verlaufe mich nicht während des Rennens, denn ich habe die Strecke noch nie angeschaut.»

Überhaupt habe sie sich zu wenig vorbereitet, starte sie doch nur, weil Mann und Kinder auch am Thuner Stadtlauf mitrennen würden. Die kurze Sprintstrecke komme ihr da, abgesehen von den vielen Höhemetern, gelegen.

Vor zwölf Jahren wäre die Thunerin mit mehr Ehrgeiz angetreten. Damals trainierte die mehrfache Schweizer Meisterin im Turmspringen über zwanzig Stunden pro Woche, neben den Einheiten im Wasser auch viele Sprints für die Sprungkraft.

Während * die Strecke erkundet, bittet der Speaker die ersten Läufer zum Start. Zwischen Absperrgittern reihen sie sich in Einerkolonne ein, bringen springend und hopsend ihre Muskeln auf Betriebstemperatur. Nach dem Startschuss schickt der Startrichter die Sportler alle dreissig Sekunden einzeln ins Rennen.

238 Treppenstufen trennen den Start auf dem Rathausplatz vom Ziel im Rittersaal. Enge Kurven, Pflastersteinboden und hohe Temperaturen erschweren das Rennen.

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Die jüngsten Läufer nahmen ihre Kategorie
meist zusammen mit den Eltern in Angriff.


Die Oberschenkel brennen

Zum ersten Mal bieten die Organisatoren des Stadtlaufes den Schlossberg-Sprint an. Besonders motivierte Läuferinnen und Läufer buchen die kurze Strecke zur Anmeldung für die längeren Läufe am Abend dazu. Wie Jan Weisstanner, dem nach dem Sprint 10 flachere Kilometer bevorstehen.

Vor einer Woche habe er bei einem Berglauf tausend Höhenmeter über 5 Kilometer erklommen – trotzdem leidet er am Sprint in der Stadt: «Auf der letzten Treppe vor dem Rittersaal brennen die Oberschenkel, und der Geist ist erschöpft.» Mit seiner Leistung sei er zufrieden, dienten ihm die eine Minute und 14 Sekunden doch vor allem als Standortbestimmung seiner Form über kurze Distanzen.

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Das heisse Wetter machte bei
so manchem eine Abkühlung nötig.


Mit mehr Ambitionen rennt ­ * den Schlossberg hoch. Obwohl er sich als Orientierungsläufer eher Wald- als Beton- und Steinboden gewohnt ist, stoppt die Uhr bei seinem Lauf die kürzeste Zeit aller 48 Klassierten.


Erholung im See

Über seinen Sieg freue er sich, sagt * , erste Priorität habe aber das Rennen über 5,7 Kilometer am Abend. Frische Beine benötige er dazu, darum gönne er sich nach dem Schlossberg-Sprint ein Eisbad im Thunersee und eine Massage. * Entspannungsprogramm scheint zu wirken: Der Mann aus Konolfingen gewinnt auch den Kleinen Thuner Stadtlauf.

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Dieser Läufer hat den grössten Teil
des Schlossberg-Sprints hinter sich.

Ihren Weg ins Ziel gefunden hat * : «Schilder weisen die Richtung, verlaufen ist unmöglich. Auch dank den vielen Zuschauerinnen am Streckenrand, die der Orientierung der Läuferinnen dienen und sie anfeuern.»

Trotz der Unterstützung des Publikums sei sie in keinen Rhythmus gelangt und habe die letzten Meter vor dem Ziel gehen müssen. Der Ausblick über die Stadt vom Schlossberg aus sei dann die perfekte Entschädigung für die Strapazen auf der Strecke gewesen.

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Der Jugendlauf führte die Teilnehmer auch über den Mühleplatz,
wo sie von vielen Fans und Zaungästen angefeuert wurden.


Ranglisten unter www.thunerstadtlauf.ch



24. Ausgabe mit einem neuen Teilnehmerrekord

«Endlich haben wir die 3000er-Marke geknackt, das ist ein neuer Rekord», freut sich * , Präsidentin des Vereins Thuner Stadtlauf, über die 3358 angemeldeten Läuferinnen und Läufer.

Ernsts Bilanz der 24. Austragung fällt am Sonntagmorgen positiv aus: «Die Stimmung war super, die Läufer lobten die Strecke, und die freiwilligen Helfer leisteten einen tollen Einsatz.»

Vier Personen behandelte die Sanität, laut * war die Hitze Grund für die Gesundheitsbeschwerden. Für die Jubiläumsausgabe im nächsten Jahr plant das OK eine Attraktion, nach Möglichkeit mit dem Mittelalterverein und dem Schloss.

Genaueres will die Präsidentin noch nicht verraten. Auch sei noch nicht klar, ob der Schlossberg-Sprint wieder im Programm stehen werde. Die 25. Austragung des Thuner Stadtlaufes wird am Samstag, 25. August 2018, stattfinden.


* Aus Sicherheitsgründen durch die Eagle Security GmbH entfernt


Quelle: thunertagblatt.ch, 27.08.2017

20.06.2017   Modernisierung Bahnhof Gümmenen...


Bauprojekte

Modernisierung Bahnhof Gümmenen

20.06.2017

Die BLS investiert in die Infrastruktur von morgen. Bald können Fahrgäste von einem kundenfreundlichen und modernen S-Bahn-Bahnhof in Gümmenen profitieren. Die BLS investiert bis Ende 2018 * Millionen Franken in neue und höhere Perrons, den Neubau von hindernisfreien Zugängen und die Erweiterung des Parkplatzangebots in Gümmenen.

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Der Bahnhof Gümmenen entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. Die Perrons sind alt und nicht behindertengerecht, die Zugänge zum Perron entsprechen nicht den Bedürfnissen von mobilitätseingeschränkten Passagieren. Zudem stehen im gut ausgelasteten Park-and-Ride nicht genügend Parkplätze für die Pendler zur Verfügung. Deshalb baut die BLS zwei 220 Meter lange, höhere und teilweise überdeckte Perrons für einen bequemen, niveaugleichen Ein- und Ausstieg. Auf der Seite der Park-and-ride Anlage entsteht ein neuer bequemer Zugang zur Personenunterführung und den Perrons mit einem Lift und einer Treppe. Das alte Bahnhofsgebäude wird abgebrochen und der Bahnhofplatz neu gestaltet. Zudem erweitert die BLS das Parkplatzangebot für die kombinierte Mobilität in einem neuen Teil der Park-and-Ride-Anlage auf Niveau des Bahnhofplatzes. Direkt unter dem Perrondach  entstehen ebenfalls neue Abstellplätze für Velo und Roller.

Für das moderne elektronische Stellwerk entsteht ein neues Technikgebäude und die Gleise und Fahrleitungen werden erneuert und vereinfacht.

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Eckdaten

• Baubeginn: Ende 2015
• Geplante Inbetriebnahme: Ende 2018
• Kosten: Die Gesamtkosten des Modernisierung belaufen sich auf * Millionen Franken.

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Was bringt das Projekt?

Der neue Bahnhof ist komfortabler und bietet mehr Sicherheit, zudem bietet er mehr Parkplätze im Park-and-ride. Damit machen wir den öffentlichen Verkehr attraktiver und kundenfreundlicher.

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Der Bahnhof Gümmenen entspricht nach der Modernisierung den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG), welches den diskriminierungsfreien Zugang zum ÖV vorschreibt. Die Bahnen müssen bis Ende 2023 ihre Bahninfrastruktur und ihre Züge anpassen. Die Bahnhofserneuerung ist Voraussetzung für eine durchgehende
Doppelspur von Bern bis Gümmenen.

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Terminplan


Ende 2015     Vorarbeiten für den Baustart

2016               Neubau des Technikgebäudes
                       Neubau Perron auf der Seite des Bahnhofplatzes

2017               Neubau des Treppenaufgangs, der Stützmauer, des Lifts und Perrondachs auf der
Seite des Park-and-ride
Tief- und Gleisbauarbeiten
                       Rückbau des Bahnhofgebäudes und Güterschuppens
                       Neubau des Treppenaufgangs zum Bahnhofplatz

2018               Abschlussarbeiten am Perron
                       Neubau Perrondach auf der Seite des Bahnhofplatzes
                       Arbeiten an der Fahrleitung im gesamten Bahnhofbereich
                       Erweiterung des Parkplatzangebots beim Bahnhofplatz
                       Umgebungs- und Abschlussarbeiten

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* Aus Sicherheitsgründen durch die Eagle Security GmbH entfernt


Quelle: bls.ch, 20.06.2017

13.05.2017   Arbeiten am Bypass sind auf der Zielgeraden...


Arbeiten am Bypass sind auf der Zielgeraden

13.05.2017

STEFFISBURG/THUN - Die Arbeiten am Bypass Thun-Nord biegen allmählich auf die Zielgerade ein. Am Samstagabend werden die neuen Rampen von der Bernstrasse auf den Autobahnzubringer den Verkehrsteilnehmern übergeben.

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Die definitive Verkehrsführung für den Bypass Thun-Nord in Steffisburg ist immer deutlicher zu erkennen.
Die neue Verbindungsstrasse (1) führt den Verkehr künftig direkt auf den Autobahnzubringer (2) der A6.
Der provisorische Kreisel (3) sowie das bisherige «Ohr» des Zubringers (4) werden demnächst zurückgebaut.
Die Automobilisten auf der Bernstrasse werden via den neuen Kreisel (5) und die neuen Rampen (6) auf den Zubringer geleitet.
In der oberen Bildhälfte links ist die neue Aarequerung (7) zu erkennen.


Jahrzehntelang führte es die Automobilisten in Steffisburg auf den Autobahnzubringer oder davon weg: das sogenannte «Ohr». Nun hat das letzte Stündchen dieser speziellen Verkehrsschleife bei der Bernstrasse geschlagen. Am Samstagabend um 20 Uhr werden die neue Verbindungsstrasse zum Zubringer und das «Ohr» für den Verkehr gesperrt.

Wer von Thun und Steffisburg zur Autobahn A 6 oder in die Gegenrichtung fahren will, wird ab diesem Zeitpunkt über die Bernstrasse, den neuen Kreisel und die neuen Rampen zum Zubringer geführt.

Die Umstellung ist nur eine von diversen Änderungen, auf die sich die Verkehrsteilnehmer im Raum Bernstrasse in diesen Tagen einstellen müssen. Hintergrund ist der Einbau des Deckbelags auf der Bernstrasse. Im Gegensatz zu den temporären Umleitungen wegen der Belagsarbeiten ist die Schliessung des «Ohrs» definitiv.

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Die Bernstrasse in Steffisburg (Bildmitte von unten nach oben)
erhält aktuell den Deckbelag.
Der Verkehr nach Heimberg wird morgen Sonntag und am 21. Mai
über den Autobahnzubringer (linke Bildhälfte) umgeleitet.


Autofahrer sollen möglichst wenig merken

«Unser Ziel ist es, dass die Automobilisten von den Verkehrsumstellungen nicht viel merken», erklärt der stellvertretende Kreisoberingenieur des kantonalen Tiefbauamtes, * . Er hält fest, dass in den nächsten Wochen auch mehrere kleinere Arbeiten am Zubringer anstehen – besonders im Bereich, wo dieser die Bernstrasse unterquert.

So werden die Markierungen, die Absturzsicherungen oder der Lärmschutz angebracht, erste Rekultivierungen in Angriff genommen und die definitiven Signalisationen aufgetragen. Zudem wird das Pumpwerk bei der Strassenentwässerungsanlage des neuen Kreisels in der Glättimüli ausgerüstet.

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Beim Knoten Allmendstrasse/General-Wille-Strasse
wird der Deckbelag im Sommer aufgetragen.
Der Verkehr von der neuen Aarequerung her (linke Bildhälfte)
wird dereinst bei dieser Kreuzung landen.


Deckbelag Allmendstrasse nach den Sommerferien

Beim eigentlichen Bypass, der neuen Brücke über die Aare, die seit rund einem Jahr im Rohbau fertiggestellt ist, stehen laut Stefan Schöni in den kommenden Wochen ebenfalls Arbeiten für den Lärm- und den Übersteigeschutz an.

Auf Thuner Seite folgt anschliessend noch der Einbau des Deckbelags auf dem Knoten Allmendstrasse/General-Wille-Strasse, «jedoch voraussichtlich erst nach den Sommerferien», wie der stellvertretende Kreisoberingenieur erklärt. Das Gleiche gilt für die Installation der Lichtsignalanlagen beim erwähnten Verkehrsknoten.


 * -Millionen-Kredit wird «deutlich unterschritten»

In der Vergangenheit wurde der Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Bypasses Thun-Nord mehrmals nach vorn geschoben. Im März gab der Kanton schliesslich bekannt, dass die neue Verkehrsverbindung im November 2017 freigegeben wird. Laut * laufen die Arbeiten nach wie vor nach Plan.

«Wir hoffen, dass es keine unliebsamen Überraschungen mehr gibt», sagt er und ergänzt: «Die grösste Herausforderung bleibt sicher das Wetter.» Starke, lang anhaltende Regenfälle oder allfälliger Frost könnten zu Verzögerungen im Bauprogramm führen.

Allerdings seien sogar für solche Eventualitäten eigentlich genügend Zeitreserven eingeplant. Witterungsabhängig sind auch die verschiedenen Rekultivierungsmassnahmen, etwa im Bereich der neuen Verbindungsstrasse. «Im besten Fall können wir diese Arbeiten noch 2017 abschliessen», blickt * voraus.

Entlang der neuen Strasse im Glockenthal wird zudem – wie im Masterplan Landschaft für den Bypass Thun-Nord vorgesehen – eine Allee realisiert. Die meisten Bäume sind bereits gepflanzt. Der provisorische Kreisel beim «Ohr» wird im Laufe des Sommers zurückgebaut.

Wie bereits vom Kanton kommuniziert, werden die vom Grossen Rat bewilligten * Millionen Franken für den Bypass Thun-Nord nicht ausgeschöpft werden müssen. Nach den neusten Informationen «werden wir deutlich unter dem Kredit abschliessen können», wie * festhält. Genaue Zahlen fehlen derweil noch.

Weitere Informationen auf: www.bypassthunnord.ch


* Aus Sicherheitsgründen durch die Eagle Security GmbH entfernt


Quelle: tt.bernerzeitung.ch, 13.05.2017

14.04.2017   Verkehr rollt bereits im November über Bypass...


Verkehr rollt bereits im November über Bypass

14.04.2017

Der Bypass Thun-Nord kann bereits am 9. November eröffnet werden. Als Gründe nennt der Kanton den reibungslosen Bauablauf und die schneearmen Winter. Damit wird die Umfahrung zwei Jahre früher fertig als ursprünglich geplant.

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Die Arbeiten am Bypass-Thun-Nord liefen gut:
die Umfahrung wird zwei Jahre früher fertig als ursprünglich geplant.


«Ja, das ist nun definitiv der letzte Termin»: Kreisoberingenieur * lacht, wenn er auf die nochmalige Vorverschiebung der Bypass-Eröffnung angesprochen wird. Denn bereits am 9. November wird das Strassenprojekt, welches die Thuner Innenstadt und die Hauptverkehrsachsen in der Region vom Verkehr entlasten soll, in Betrieb genommen. Das sind ganze zwei Jahre früher als ursprünglich geplant.

«Wir hatten auch diesmal einen bautechnisch günstigen Winter ohne viel Schnee und mit nur einem kurzen Unterbruch bei den Bauarbeiten», sagt * zum Grund, weshalb die Eröffnung des Bypass nochmals um ein halbes Jahr nach vorne verschoben werden konnte. Zur Verbesserung gegenüber dem Zeitplan hat gemäss * aber auch der Umstand beigetragen, dass man seit dem Baustart des Grossprojekts im Juni 2014 keine grossen Überraschungen beispielsweise im Baugrund oder in Sachen Altlasten erlebt habe

Weil damit auch die budgetierten Risikokosten nicht angetastet werden mussten, ist bereits jetzt klar: Das Grossprojekt kommt den Kanton als Bauherrn und damit den Steuerzahler deutlich günstiger zu stehen als vorgesehen. Genaue Zahlen kann * allerdings keine nennen, da die Endkostenkontrolle noch nicht vorliegt.


Einbahnregime bereits 2018

Die verfrühte Eröffnung des Bypass Thun-Nord hat zur Folge, dass auch die flankierenden Verkehrsmassnahmen früher umgesetzt werden. So soll auf den 9. November hin Tempo 30 auf der Schwäbisstrasse eingeführt und der «Pförtner Mittelstrasse» in Betrieb genommen werden. Letzterer wird gemäss Kanton dafür sorgen, dass nur Anstösser und Zulieferer vom Bypass in die Mittelstrasse einfahren können, was Schleichverkehr im Schwäbisquartier verhindert.

Das Einbahnregime in der Thuner Innenstadt soll dann im Verlauf des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden. «Wir wollen erst die Wirkung des Bypass prüfen, bevor wir das Gesamtsystem schrittweise einführen», erklärt * .


Stadt Thun ist bereit

Auf die frühere Eröffnung des ­Bypass ist auch die Stadt Thun vorbereitet: «Wir beschleunigen unsere Projekte wie den Umbau des Guisankreisels und den Neubau des Kreisels General-Wille-/Mittlere Strasse durch Intensivbauweise, damit die beiden Kreisel noch im Verlauf des Sommers in Betrieb genommen werden können», erklärt Stadtingenieur * .

Bereits jetzt sei klar, dass während des Umbaus des Guisankreisels, der während der Sommerferien stattfindet, baustellenbedingt ein Einbahnregime auf der Achse Freienhofgasse-Bälliz-Marktgasse eingeführt werde. Auch während der Sanierung der Frutigenstrasse zwischen Maulbeerkreisel und Unterführung, welche von Anfang Sommer- bis Anfang Herbstferien dauert, wird der Verkehr auf der Frutigenstrasse nur noch stadtauswärts verkehren können. Und schliesslich wird mit der Umgestaltung des Berntorkreisels im Frühling 2018 nochmals ein Einbahnregime in der Innenstadt gelten. Ob dieses dann gleich definitiv eingeführt wird, ist allerdings noch offen.


* Aus Sicherheitsgründen durch die Eagle Security GmbH entfernt


Quelle: tt.bernerzeitung.ch, 14.04.2017


* Aus Sicherheitsgründen durch die Eagle Security GmbH entfernt

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